Cardisiographie – KI-gestützte Herzdiagnostik

Mehr Informationen aus wenigen Minuten Herzsignal


Herzerkrankungen können sich entwickeln, lange bevor typische Beschwerden auftreten. Mit der Cardisiographie steht uns eine moderne, KI-gestützte Untersuchungsmethode zur Verfügung, die die elektrische Aktivität des Herzens dreidimensional analysiert.

Über fünf Elektroden wird das Herzsignal in Ruhe aufgezeichnet. Eine künstliche Intelligenz wertet dabei zahlreiche räumliche und zeitliche Merkmale aus, die über die klassische Betrachtung eines Ruhe-EKGs hinausgehen.

So können sich Hinweise auf mögliche Durchblutungsstörungen, strukturelle Veränderungen des Herzens oder Rhythmusauffälligkeiten ergeben. Aktuelle Studien zeigen insbesondere Potenzial als ergänzende Untersuchung, um Patienten zu identifizieren, bei denen eine weiterführende kardiologische Diagnostik sinnvoll sein könnte.

Schnell. Nicht invasiv. Ohne Strahlenbelastung.

Die Messung dauert nur wenige Minuten und erfolgt vollständig in Ruhe. Es sind weder Belastung noch Kontrastmittel oder Röntgenstrahlung erforderlich.

Das Ergebnis beurteilen wir immer gemeinsam mit Ihren Beschwerden, Ihrem persönlichen Herz-Kreislauf-Risiko und unseren weiteren Untersuchungsbefunden.


Die Cardisiographie ersetzt keine notwendige kardiologische Diagnostik. Bei auffälligen Befunden oder entsprechenden Beschwerden veranlassen wir gezielt die weitere Abklärung, beispielsweise mittels Echokardiographie, Belastungsdiagnostik, CT oder fachkardiologischer Untersuchung.


Unser Ziel: Herz-Kreislauf-Risiken möglichst früh erkennen und Diagnostik dort einsetzen, wo sie wirklich sinnvoll ist.


Gut verständliche, weitergehende Informationen finden sich unter cardis.io


Ebenfalls findet sich ein Patientenaufklärungsfilm hier



Für wen ist die Cardiosiographie als Früherkennungsuntersuchung besonders geeignet?


  • Vorhandensein von Risikofaktoren, die mit einem erhöhten Risiko für eine koronare Herzerkrankung (KHK) einhergehen
  • Rauchen
  • vermehrte Kochsalzzufuhr
  • Bluthochdruck
  • Fettstoffwechselstörung, erhöhte Cholesterinwerte, erhöhter LDL-Spiegel, erhöhter Lp(a)-Spiegel
  • Adipositas, insbesondere mit vermehrtem Bauchumfang
  • Insulinresistenz, Diabetes und metabolisches Syndrom
  • Hyperkoagulabilität (übermäßige Gerinnbarkeit des Bluts)


  • Herz-/Kreislauferkrankungen bei Familienmitgliedern
  • undefinierte Beschwerden, wie Atemnot, Müdigkeit oder Rückenschmerzen
  • geplante operative Eingriffe
  • Zustand nach Infektion mit COVID-19 und anhaltenden Beschwerden
  • mäßige bis intensive Belastungen im Sport



Vorteile für unsere Patienten


  • schnell, innerhalb von etwa 5 Minuten fertiger Befund
  • präzise (Sensitivität >90% für KHK; im Vergleich Belastungs-EKG 45-50%)
  • stress- und risikofrei
  • Diagnoseweg wird extrem verkürzt
  • unnötige Facharzt-Besuche werden vermieden
  • effektive Therapie kann ggf. frühzeitig eingeleitet werden






Kostenübernahme

Seit dem 1.10.2023 erstatten erste gesetzliche Krankenkassen in Baden-Württemberg die Cardisiographie in den hausärztlichen Versorgungsmodellen (HZV).


Krankenkassenfinder



Ansonsten kann die Cardisiographie nach GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte) privat abgerechnet oder als IGel-Selbstzahlerleistung wahrgenommen werden.


Tipp: Die Kosten einer Cardisiographie werden auch von den meisten privaten Krankenkassen oder Zusatzkrankenversicherungen teilweise übernommen.

Manche Kassen gewähren zudem Zuschüsse für Vorsorgeuntersuchungen.

Falls Ihre Kasse ein solches Programm anbietet, aber hier nicht gelistet ist, lohnt sich eine Nachfrage, ob Ihr individueller Fall unterstützt wird.